Die Gebirge sind weltweit bedeutsame Wasserschlösser. Sie liefern Süsswasser für ca. die Hälfte der Erdbevölkerung für Bewässerung, Industrie, Haushalt und Stromerzeugung. Gleichzeitig gehören die Gebirge zu den klimasensitivsten Regionen. Die Gebirgsbevölkerung ist bereits heute Klimaveränderungen ausgesetzt und deshalb gezwungen, Anpassungs-

massnahmen zu treffen.


Weltweiter Gletscherschwund ist das klarste und eindrücklichste Signal für den Klimawandel. Auf regionaler Ebene beinflussen Gletscherveränderungen das Landschaftsbild, den Wasserabfluss (Speicherfunktion, Bewässerung), Naturgefahren (Eislawinen, Ausbruch von Schmelzwasserseen) und die Tourismusindustrie (Skigebiete, Landschaftsattraktivität).


Um diesen Herausforderungen zu begegnen, entwickelt ein Team aus Glaziologen auf der Grundlage einer 20-jährigen Messreihe ein Verfahren, um den Schweizerischen Morteratschgletscher auf ökologische Art und Weise zu pflegen. Dazu soll ein Teil der Gletscheroberfläche mit künstlichem Schnee, welcher ausschliesslich über die Nutzung der Schwerkraft produziert wurde, im Sommer zugedeckt werden,


Die sogenannte "Icestupa Artifical Glacier Technology" stammt aus dem Himalaya und erhielt 2016 den Rolex Award for Enterprises. Mit dieser Technologie wird ungenutztes Wasser im Winter in grossen Eistürmen gespeichert. Das im Frühling dann zur Verfügung stehende Schmelzwasser wird für die Bewässerung in der Landwirtschaft genutzt.


Damit die Gebirgsregionen ihrer Rolle als Wasserschlösser für grosse Teile der Weltbevölkerung gerecht werden, können die Wechselwirkungen zwischen Wasser – Landwirtschaft und Tourismus über solche effektive Projekte optimal gepflegt werden.

78.4 ft  high Icestupa 2017 P.C. Lobzang Dadul
Morteratsch

Ice Stupa Projekt

MortAlive Projekt

HIAL

HIAL Univercity